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Stadtführung für Pädagogen und Lehrkräfte

Etwa 25 Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Ahlener Schulen, Erzieherinnen und Erzieher aus Familienzentren und anderen Einrichtungen nahmen am Mittwoch, den 25. April an der diesjährigen Stadtführung der besonderen Art teil.

Unter Führung des früheren Bürgermeisters Benedikt Ruhmöller erkundeten sie ihre Arbeitsstadt Ahlen.

„Das ist ein Format, das wir im vergangenen Jahr im Rahmen der Präventionskette entwickelt haben“, erklärte Bernadette Rentmeister von der Familienbildungsstätte Ahlen.

Gemeinsam mit Marina Bänke, Koordinatorin der Präventionskette, und Benedikt Ruhmöller hatte sie die Route für diese Führung ausgearbeitet. „Der Hintergrund ist einfach: Viele Lehrkräfte, die in unseren Schulen arbeiten, kommen nicht aus Ahlen und kennen sich deshalb weder in der geografischen noch in der sozialen Landschaft aus“, so Marina Bänke.

Dabei verfügt Ahlen traditionell über ein breites Spektrum an sozialen Angeboten. Wohlfahrtsverbände, kommunale und kirchliche Institutionen, Beratungsstellen und Hilfsorganisationen, bürgerschaftlichen Vereine und Initiativen stellen sich in außergewöhnlicher Vielfalt engagiert, innovativ und vernetzt den unterschiedlichen sozialen Problemen.

Dieses Wissen gab es bei der vierstündigen Tour, die am frühen Nachmittag mit einer Vorstellungsrunde und einem kleinen Imbiss in der Familienbildungsstätte startete. Nachdem Benedikt Ruhmöller eine kurze Einführung in das Programm machte und das Info-Material zu der Route und den einzelnen Stationen verteilte, ging es zunächst fußläufig durch die Innenstadt. Auf der etwa drei Kilometer langen Strecke erfuhren die Teilnehmenden, wo AWO, Forum gegen Armut, Bürgerzentrum Schuhfabrik, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Kinderschutzbund und auch die Stadtbücherei sind und welche Angebote sie machen. Die anschließende Busfahrt führte aus der Innenstadt raus durch Siedlungen und Stadtteile.

Dabei wurden einige Stationen angefahren, wie Innosozial, Caritas, Regenbogenschulhaus oder Jugendzentrum Ost. Benedikt Ruhmöller nutze die Gelegenheit und erzählte Wissenswertes über die Stadt:

Was ist die Kolonie, was bedeutet „diesseits und jenseits der Bahn“, wo spielen, leben und kaufen unsere Kinder und Jugendlichen ein, wo arbeiten ihre Eltern?

Auf diese Weise konnten vor allem die ortsfremden Lehrkräfte und Pädagogen einen guten Einblick in die Lebenswirklichkeit Ahlener Kinder und Jugendlicher sowie in die sozialen Strukturen vor Ort bekommen.

Wegen der großen Nachfrage ist für den 19. September bereits eine dritte Auflage der Veranstaltung geplant.